Sonntag, 20. September 2009
Rückmeldung
Mittwoch, 10. Juni 2009
Re++si++st++an++ce is++n't fu++ti++le
Samstag, 11. April 2009
Frohe Ostern!

Sonntag, 22. März 2009
Schwein gehabt!
Mittwoch, 11. März 2009

Nachdem wir am Montag in Liuku waren um unsere Visa zu verlängern (wir dürfen länger bleiben!), sind wir am Dienstag schon wieder unterwegs gewesen. Alan, ein Freund von uns, hat uns zur Hochzeit seines Bruders eingeladen. Alan war früher Schüler an unserer Schule, genauso wie seine zwei Brüder – insofern waren viele Lehrer eingeladen, und auch wir. Wir haben die erste Stunde ganz normal unseren Unterricht gegeben, und haben die übrigen Stunden getauscht, sodass wir den restlichen Tag frei hatten für die Hochzeitsfeier oben in den Bergen. Alan hat uns gefragt, ob wir mit dem Auto fahren wollen oder zu Fuß gehen…und natürlich wollen wir zu Fuß gehen! Das Bergdorf ist etwa 9 Kilometer weit entfernt, und Alan meinte, man geht zu Fuß etwa zwei Stunden den Berg hoch. Kurz nach neun haben wir uns also mit Alan zusammen auf den Weg gemacht…immer weiter hoch in der schon ziemlich warmen Vormittagssonne.

Wir haben einen tollen Blick auf unsere Schule gehabt und haben in der 10.00 Uhr-Pause beobachten können, wie die Schüler den Morgensport auf dem Schulhof machen. Und je länger wir gegangen sind und je höher die Sonne stieg, umso beschwerlicher und anstrengender wurde es auch…aber so wollten wir es ja! Mit dem Auto fahren kann ja jeder! Irgendwann spürte man auch, wie die Luft kühler wurde, da wir schon relativ hoch in den Bergen waren, und schließlich sind wir angekommen bei Alans zu Hause.

Ein sehr schönes, relativ großes Haus. Und viele Menschen. Die Kinder haben vor dem Haus gespielt, viele Frauen und Männer haben Karten oder Mahjongg gespielt, geredet, gegessen, getrunken. Nachdem wir angekommen sind haben auch wir erst einmal einen Becher Tee bekommen und kurz darauf unser Mittagessen. Da nicht alle gleichzeitig essen können (zu viele Menschen und im Vergleich dazu zu wenig Tische, Schüsseln, Stäbchen) wird zeit versetzt über einen langen Zeitraum Mittagessen serviert – bis alle gegessen haben. Wir haben mit Alans jüngerem Bruder geredet, seinen Freunden, Cousinen…das Hochzeitspaar ist immer beschäftigt herumgelaufen, aber in einem passenden Moment konnten wir ihnen dennoch unseren Beitrag zu ihrer Hochzeit überreichen. Nachdem wir noch weiter geplaudert haben, wieder gegessen haben, noch für ein paar Fotos posiert haben, mussten wir uns wieder auf den Weg zurück machen. Schließlich mussten wir den Berg ja auch wieder herunter. Unsere Lehrer waren schon etwas früher gegangen, da einige abends Unterricht hatten. In der Hoffnung, sie noch einholen zu können, haben Linda und ich dann ein paar Abkürzungen nehmen wollen. Über die Felder…man kennt das ja schon von uns. Eigentlich wollten wir nur den einen Bogen abkürzen, und dann wieder auf unseren großen Fußweg zurückkehren…aber irgendwie haben wir den Fußweg nicht wieder getroffen…und sind weiter die kleinen Pfade gegangen. Bergauf, bergab. Wir sind auch ein paar Kühen begegnet, die mitten zwischen den Bäumen am Berghang weideten. Ein paar Bauern, die auf dem Gras gesessen und sich ausgeruht haben…bei einem Grundstück sind wir auf einen etwas aggressiven Wachhund gestoßen – da haben wir lieber einen Bogen drum gemacht. Aber unseren Weg haben wir nicht wieder gefunden. Dafür haben wir irgendwann die Schule wieder sehen können, haben sogar die Schulmusik gehört, die ertönt, wenn die Schüler zum Abendessen gehen können. Und haben uns gewünscht, Flügel zu haben, oder zumindest einen Gleitschirm. Irgendwann, schon recht nah an der Schule, sind wir schließlich wieder auf den breiten Weg gestoßen und haben uns beeilt, nach Hause zu kommen. Inzwischen waren wir nämlich angerufen worden, dass jemand an der Schule auf uns wartet…wer mag das sein?

Ziemlich erschöpft sind wir schließlich angekommen, und sind fünf Minuten später schon in ein Auto gestiegen und zu einem Restaurant gefahren. Schon wieder essen…na ja, warum nicht. Ein paar „wichtige Männer“ waren dort mit unserem Schulleiter: der Besitzer einer Fabrik, welcher die Schule finanziell unterstützt, sowie jemand aus der Gemeinderegierung. Und noch weitere Freunde. Wenn wir gedacht haben, unser Tag wäre nach dem Essen endlich vorbei: weit gefehlt. Wir sind noch zu einem der Männer mit nach Hause gegangen, wo unser Schulleiter Spaß daran hatte, Karten zu spielen, und um 22.00 Uhr schließlich sind wir zur Schule zurückgekehrt – müde und glücklich über einen so ereignisreichen Tag!
Weltfrauentag
Am Sonntag war…Weltfrauentag! Ein Tag, der in Deutschland kaum beachtet wird, aber in viele Ländern ein wichtiger Feiertag ist – so auch in China.
Alle Frauen an der Schule haben am Nachmittag frei bekommen, dafür mussten die Männer mehr arbeiten und sogar in der Schulkantine wurde von den Männern gekocht. Wir Frauen haben uns stattdessen um 12.00 Uhr vor dem Schultor getroffen, und sind dann zu einem Restaurant gefahren, und zwar auf der Ladefläche eines kleinen Lasters, was irgendwie nicht dazu passt, dass an diesem Tag den Rechten der Frauen gedacht werden soll…egal, es hat Spaß gemacht!
Bei dem Restaurant konnte man einen wunder-schönen Tag verbringen: es gab eine schöne Terrasse mit Tischen und Stühlen, und daneben war ein kleiner Teich mit lauter Kaulquappen, und die Kinder, die mitgekommen waren, hatten großen Spaß daran sie zu beobachten und zu fangen. An den Tischen haben sich schnell Vierergruppen zusammengefunden, um Mahjongg zu spielen und dabei Sonnenblumenkerne zu knabbern. Es gab sogar einen Billardtisch, woran Linda und ich viel Freude hatten, und wir haben mit dem Sohn des Sportlehrers ein paar Runden gespielt. Wir haben ein wenig geplaudert, Mandarinen gegessen, Tee getrunken, in der Sonne gesessen…ein richtig schöner Sonntag, zumal auch das Wetter endlich wieder besser war nach vielen Tagen Kälte und Regen.
Am späten Nachmittag dann gab es Essen…eine neue Premiere für uns, denn wir sind ja immer neugierig darauf, wieder einmal etwas zu Essen, was wir zuvor noch nie gegessen haben…und heute gab es: Esel! Auch hier bei weiß ich nicht, ob es eine Bedeutung haben soll, dass es am Weltfrauentag Esel zu essen gab? Das Fleisch hat ziemlich normal geschmeckt, keine besondere ungewöhnliche Note dabei, aber es war unglaublich weich und zart. Vielleicht war es ein junger Esel?
Wen dies jetzt schon befremdet hat, der möchte vielleicht gar nicht wissen, was es nach dem Essen noch zu trinken gab. Wie so oft gab es auch heute wieder Schnaps zu trinken. Vermutlich wieder Selbstgebrannter, aber diesmal etwas verfeinert (wenn man es so nennen will). Und zwar mit Eselblut. Somit war der Schnaps blutrot, und meiner Meinung nach hat es den ohnehin schon ziemlich widerwärtigen Geschmack des Selbstgebrannten nicht gerade verbessert. Das tatsächlich frisches Blut beigemischt wurde, haben wir übrigens erst später erfahren – aber macht ja nix. Es waren auch ein paar Männer mitgekommen (warum eigentlich?), und natürlich wollten diese „wichtigen Männer“ mit uns anstoßen und zuprosten…und ohne etwas mit ihnen zu trinken kommt man aus dieser Situation praktisch nicht heraus. Und immerhin enthält das Blut bestimmt viel Eisen…und die geschätzten 50 % Alkohol haben bestimmt auch alle Krankheitserreger abgetötet. Hoffe ich. Bisher habe ich mich jedenfalls noch nicht in einen Esel verwandelt.
Donnerstag, 26. Februar 2009
Erdbeben und Regen...
Dienstag, 24. Februar 2009
Winterurlaub
Tja...was soll man zu Hongkong sagen? Eine interessante Stadt. Es ist definitiv nicht China. Jeder spricht Englisch, was für uns noch etwas ungewohnt war, da in unserem Dorf ja wirklich niemand Englisch spricht (und nicht einmal alle Englischlehrer wirklich gut sprechen und verstehen können). Und auch gibt es noch immer Linksverkehr und den Hong Kong-Dollar - der britische Einfluß ist immer noch stark zu spüren, auch nach 12 Jahren unter chinesischer Regierung. Es ist eben eine "Sonderverwaltungszone". Denn in Hongkong ist alles ungewohnt teuer für uns gewesen. Insofern waren wir froh, zumindest ein sehr billiges "Hotel" gefunden zu haben. Hotel ist zuviel gesagt, es ist eher ein Gästehaus,sehr simpel und wirklich nicht schön - aber zumindest recht sauber und eben: billig. Kurz darauf haben wir gelesen, dass das Gästehaus-Hochhaus nebenan, die Chungking-Mansions, vor einigen Jahren zu zweifelhafter Berühmtheit gekommen sind, weil dort jemand abgestochen wurde und bei einem Brand einige Menschen umkamen...und wir haben auch eine Polizei-Razzia in den Chungking-Mansions beobachten können...also es war zumindest eine sehr spannende Gegend, aber für unsere Ansprüche vollkommen in Ordnung.

Ansonsten hat Hongkong mich persönlich etwas an Hamburg erinnert, wegen des Wassers und der Fähren, mit denen man zur Hongkong-Island übersetzen kann. Sogar der Geruch an den Fähranlegern ist derselbe, den ich aus Hamburg kenne.

Es ist wärmer geworden in Laowo (Gott sei Dank!), es wird Frühling. Es gibt wieder Schmetterlinge und auch schon die ersten Mücken. Und wir haben Angst vor dem Sommer, denn es ist jetzt schon so warm wie ein normaler Sommertag in Deutschland. Was wird im Juni sein??? Am Samstag habe ich mir schon beinah einen Sonnenbrand geholt, als wir mit zwei Schülern einen Ausflug gemacht haben.
Wir sind zu einem Wasserfall in der Nähe gegangen (man geht etwa zwei Stunden zu Fuß den Berg hoch), was wirklich Spaß gemacht hat,
besonders als Linda und ich angefangen haben, auf den Steinen im Wasserfall herumzuklettern, und natürlich auch nicht ganz trocken aus dieser Aktion herausgekommen sind. Außerdem habe ich mir dabei noch das Knie angestoßen...wir haben diesbezüglich zurzeit sowieso Pech. Denn Sonntag sind wir erneut mit zwei Schülern unterwegs gewesen, und sind auf einen Hügel/Berg geklettert, kreuz und quer über die Felder. Auf dem Weg herunter hat der Schüler einenWettlauf

Sonntag, 1. Februar 2009
Shangri-La
Leider ist dies eine chinesische Tastatur ohne "sz" und "ae"...insofern ist es maessig bescheuert, jetzt andauernd das Wort "maessig" schreiben zu muessen...aber wer "lost horizon" bzw. der "Der verlorene Horizont" von James Hilton gelesen hat, wird es verstehen.
Denn im Moment sind wir in Shangri-La und es gefaellt uns maessig. Wir haben hier Internet, was maessig super ist, dafuer ist es draussen maessig warm, um nicht zu sagen maessig kalt. Auf der Busfahrt hierher sind maessig viele Yaks ueber die Strasse gelaufen (haben aber angehalten, als der Bus gehupt hat. Die sind wohl maessig intelligent!) und die Landschaft ist maessig wundervoll! Die Schilder sind chinesisch und tibetisch beschriftet, denn wir sind maessig nah an der Grenze zu Tibet, und es leben wohl auch maessig viele Tibeter hier.
Ich vermute fast mal, dass praktisch keine Sau das Buch von James Hilton gelesen hat. Sehe ich das richtig? Es gibt auch einen Film dazu, aber der ist maessig interessant und vor allem maessig uralt, spaeter wurde die maessig schlecht erhaltene filmrolle ueberarbeitet, aber manches ist maessig stark beschaedigt gewesen, sodass das Bild manchmal ne Minute lang still steht... lest lieber das Buch, ist echt besser. Der Film verdirbt es nur. Wird dem Buch nur maessig gerecht.
Die Schule beginnt uebrigens wieder am 22. Februar - bis dahin sind alle Schueler und auch die Lehrer bei ihren Familien, und die Schule ist komplett unbewohnt. Wir haben also noch etwas Zeit, und die anderen Freiwilligen und ich wollen noch nach Guanzhou fahren, da wir dort jemanden kennen...einen Polen, den wir zufaellig kennen gelernt haben, als er wahrend seines Urlaubes in Liuku vorbeigeschaut hat. Es kommen ja nicht soviele Westler nach Liuku, das faellt dann schnell auf. Er lebt und arbeitet seit Jahren in Guangzhou, und hat uns eingeladen, vorbei zu schauen...also auf geht's! Der Schulalltag holt uns danach sicher schnell genug wieder ein, und fuer den Moment ist auch mal wieder ganz nett ein Hotelzimmer mit heisser Dusche und Heizung zu haben, und nicht jeden Morgen um 06:30 aufzustehen;-)
Tja was kann ich noch sagen...wir hatten Neujahr in China! Also zum zweiten Mal innerhalb von vier Wochen: happy new year!
Und wenn wir wieder Internetzugang haben, melden wir uns wieder!
Viele Gruesse!
Dienstag, 6. Januar 2009
Deutsche Sprache schwere Sprache
...and a happy new year!
Mittwoch, 24. Dezember 2008

Dienstag, 25. November 2008
Freitag, 21. November 2008
Rucksacktourismus
Letztes Wochenende war unser „Meeting“ in Carl und Annelies Schule – insofern haben sich alle Freiwilligen auf den Weg nach Fugong gemacht. Für uns bedeutete das eine etwa vierstündige Busfahrt den Nu Jiang aufwärts, während der man tatsächlich beobachten kann, wie sich die Landschaft verändert. In Fugong sind die Berge höher und schroffer und etwas felsiger, auch in der Landschaft liegen viele große Felsbrocken, die von den Bergen herunter gekommen sind.
Wir haben das ein oder andere besprechen müssen, und wir mussten auch ganz dringend Weihnachtskekse essen. Und Stollen. Von Herrn Jochimsen, Frau Qian und dem Kamerateam haben wir nämlich netter weise eine große Tüte voller Weihnachtsgebäck bekommen, und da wir nun alle zusammen waren, haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, schon davon zu essen. Trotz der Tatsache, dass es erst November ist. Trotz Sonnenschein und 20 °C. Trotz Palmen. War lecker...
Abends hat uns die Schule zum Essen eingeladen in ein Restaurant der Lisu-Minderheit: es wird mit den Händen gegessen und viel Alkohol getrunken. Vor dem Essen , beim Essen, nach dem Essen. Es werden gemeinsam mehrere Runden eines kleinen (mäßig-prozentrigen) Schnapses getrunken – immer begleitet von einem Trinkspruch. Dann gehen die Gastgeber noch zu Gast zu Gast und trinken mit jedem; und wen sie ganz besonders mögen, mit dem trinken sie natürlich öfters. Um sich davor zu drücken, muss man schon etwas geschickt sein…aber es kann gelingen.
Später dann haben wir noch mit einigen Lehrern und mit zwei Gitarren zusammen gesessen. Und irgendwann sind wir auch schlafen gegangen...wir haben in den Schülerzimmern schlafen können, denn an dieser Schule gehen die Schüler jedes Wochenende nach Hause.
Sonntag haben wir uns noch die Stadt Fugong angesehen, bevor alle dann wieder zu ihren Schulen zurückgekehrt sind.
Alle? Nein, nicht alle: Linda und ich sind noch mit zu Eva und Maike an deren Schule gefahren, denn die Schüler bei uns hatten bis Mittwoch Prüfung und wir hätten keinen Unterricht gehabt. Somit haben wir unseren Schlafsack bei Eva und Maike wieder ausgepackt und sind die nächste Nacht dort geblieben.
Und dadurch hatten wir auch die Gelegenheit am Montag mit Eva und Maike und einigen Lehrern einen Ausflug in die Berge zu machen. Wir sind mit dem Auto ziemlich weit nach oben gefahren (die Berge sind etwa 5000 m hoch), haben dort eine Kirche und eine hübsches Haus besichtigt, sind zu einem „Teehaus“ gefahren und haben den dort produzierten Tee getrunken, gegessen und Karten gespielt, sind noch ein bisschen durch die Gegend gekraxelt und auch das ein oder andere Mal gedacht wir stürzen gleich ab…. doch, war schon ganz witzig.
Abends haben wir dann den Bus nach Liuku genommen – um in Liuku festzustellen, dass leider kein Bus mehr nach Laowo fährt….und Taxi is teuer… Aber egal: wir haben ja unsere Schlafsäcke dabei, schlafen wir doch einfach bei den Freiwilligen in der Liuku-Schule! Gesagt getan, und am Dienstagmittag sind wir dann – endlich – wieder in Laowo angekommen.
Nachdem wir nun also drei Nächte in drei verschiedenen Schulen geschlafen haben, waren wir doch irgendwie froh, wieder "zu Hause" zu sein!
Dienstag, 18. November 2008
Freitag, 14. November 2008
Das 40-jährige Jubiläum ist nun vorbei. Wir haben getanzt, gesungen und Spass gehabt. Also das volle Programm.
Kurz zum Tagesablauf:
Morgens mussten wir uns alle schick machen. Einige der Lehrer sind sogar extra zum Visagisten ins Dorf gegangen.
Schon ab 8 Uhr standen manche Lehrer am Einganstor bereit und haben die Gäste mit Tee empfangen. Selbstverständlich trugen alle die traditionellen Baikleider. In der Zwischenzeit wurden alle Schüler für die Tänze geschminkt. Ein etwas anderes Schönheitsideal, als ich das kenne, aber es ist ja alles immer subjektiv. Die Farbe des Make-ups war weiss, der Lippenstift knallrosa und die Augenbrauen wurden mit einem dicken braunen oder schwarzen Stift nachgezogen. In dem Schminkraum war es auf jeden Fall sehr lustig, da sich sogar die Jungs haben schminken lassen. Bei einigen der Schüler konnte man die Unzufriedenheit auf dem weissen Gesicht ablesen. Aber was sein muss, muss sein.
Nach langem Hin und Her und nach einem reichhaltigen Mittagessen fing die Aufführung an. Es wurden round about 15 Tänze aufgeführt. Es sieht sehr beeindruckend aus, wenn alle 15 – 100 Tänzer synchron die, lang eingeübten, Bewegungen ausführen.
Mir persönlich, hat das Dragonspiel am meisten gefallen. Die runden und überfließenden Bewegungen des 20 Meter langen Drachens und die Trommeln im Hintergrund fand ich wirklich atemberaubend und was noch dazu kommt, es war etwas was den Schülern viel Zeit, Kraft und Energie gekostet hat.
Überhaupt können die Schüler stolz auf ihre Leistungen sein und dieses Erfolgserlebnis ausleben.
Unter anderem waren wir auch irgendwann mal an der Reihe. Die Aufregung war groß, aber was sein muss, muss sein. Also sind wir und unsere Backgroundtänzer, eine Kuh, ein Hahn, ein Schaf, ein Schweinchen und eine Ente, raus in die Menge und haben mit unserem „Old Macdonald had a farm“ Song die Bühne gerockt. Also im Nachhinein war alles halb so schlimm. Das Hauptziel, dass nicht nur wir, sondern auch die Zuschauer Spaß haben, wurde erreicht. Zumindest unsere very important person, unsere deutschen Kollegen, aus dem VIP- Bereich, hatten sichtbar Spaß.
Zum Ende der Programmveranstaltung sollten die einzelnen Klassen ihren einstudierten Song im Chor vorführen. Einige der Schüler schleppten uns mit auf die Bühne. Somit blieb uns keine andere Wahl als zu versuchen das Beste daraus zumachen und mitzusingen bzw. die Lippen passend zum Gesang zu bewegen. Glücklicherweise war es schon dunkel, so dass wir die Reaktionen der Zuschauer nicht mehr sehen konnten. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass man dank der grellen Bühnenbeleuchtung uns sehr gut erkennen konnte. Es hat alles seine Vor-und Nachteile.

Die großen goldenen Säulen vor den großen Eingangstoren, links und rechts bewacht von den goldenen Löwen.
Auf dem riesigen Er Hai Lake sieht man ab und an Chinesen, die versuchen ihr beladenes Boot auf das andere Ufer zu paddeln.
Bereits auf dem Weg zur Spitze des Cang Shang Mountain mit der Seilbahn, weiß man, dass einen dort oben eine unvergessliche Sicht erwartet. Der Berg ist gewaltig und die Natur ist mit Nichts zu vergleichen. Dort angekommen gehen gut ausgelegte Fußwege links und rechts um den Berg herum.
Auf diesen Wegen gibt es immer wieder neue Aussichtspunkte, dessen Besonderheit man in Worte gar nicht fassen kann. Es ist vielleicht der Abhang, der das Kribbeln im Bauch auslöst, oder doch vielleicht, die weite Sicht auf ganz Dali City, oder doch vielleicht das Spiel des Schattens und der Sonne, das man entlang des Berges beobachten kann, oder doch vielleicht der frische Wind und das Rauschen des Wasserfalls und das Zwitschern der Vögel und die Stille, die so gegensätzlich zu den Menschenmengen in der Großstadt sind, die einen diese besondere innere Ruhe vermitteln, dass man in diesem Moment einfach zufrieden und glücklich ist.
Am späten Nachmittag haben wir die letzte Bahn genommen, um wieder in die Stadt zu kommen.
Nach einem wieder Mal köstlichem Essen und einem Schaufensterbummel sind wir zum Hotel zurückgekehrt.
Wir haben uns die Erfahrung nicht nehmen lassen und sind abends mit dem Schlafbus nach Hause gefahren. Und ich kann nur sagen, es war eine Erfahrung wert.