
Nachdem wir am Montag in Liuku waren um unsere Visa zu verlängern (wir dürfen länger bleiben!), sind wir am Dienstag schon wieder unterwegs gewesen. Alan, ein Freund von uns, hat uns zur Hochzeit seines Bruders eingeladen. Alan war früher Schüler an unserer Schule, genauso wie seine zwei Brüder – insofern waren viele Lehrer eingeladen, und auch wir. Wir haben die erste Stunde ganz normal unseren Unterricht gegeben, und haben die übrigen Stunden getauscht, sodass wir den restlichen Tag frei hatten für die Hochzeitsfeier oben in den Bergen. Alan hat uns gefragt, ob wir mit dem Auto fahren wollen oder zu Fuß gehen…und natürlich wollen wir zu Fuß gehen! Das Bergdorf ist etwa 9 Kilometer weit entfernt, und Alan meinte, man geht zu Fuß etwa zwei Stunden den Berg hoch. Kurz nach neun haben wir uns also mit Alan zusammen auf den Weg gemacht…immer weiter hoch in der schon ziemlich warmen Vormittagssonne.

Wir haben einen tollen Blick auf unsere Schule gehabt und haben in der 10.00 Uhr-Pause beobachten können, wie die Schüler den Morgensport auf dem Schulhof machen. Und je länger wir gegangen sind und je höher die Sonne stieg, umso beschwerlicher und anstrengender wurde es auch…aber so wollten wir es ja! Mit dem Auto fahren kann ja jeder! Irgendwann spürte man auch, wie die Luft kühler wurde, da wir schon relativ hoch in den Bergen waren, und schließlich sind wir angekommen bei Alans zu Hause.

Ein sehr schönes, relativ großes Haus. Und viele Menschen. Die Kinder haben vor dem Haus gespielt, viele Frauen und Männer haben Karten oder Mahjongg gespielt, geredet, gegessen, getrunken. Nachdem wir angekommen sind haben auch wir erst einmal einen Becher Tee bekommen und kurz darauf unser Mittagessen. Da nicht alle gleichzeitig essen können (zu viele Menschen und im Vergleich dazu zu wenig Tische, Schüsseln, Stäbchen) wird zeit versetzt über einen langen Zeitraum Mittagessen serviert – bis alle gegessen haben. Wir haben mit Alans jüngerem Bruder geredet, seinen Freunden, Cousinen…das Hochzeitspaar ist immer beschäftigt herumgelaufen, aber in einem passenden Moment konnten wir ihnen dennoch unseren Beitrag zu ihrer Hochzeit überreichen. Nachdem wir noch weiter geplaudert haben, wieder gegessen haben, noch für ein paar Fotos posiert haben, mussten wir uns wieder auf den Weg zurück machen. Schließlich mussten wir den Berg ja auch wieder herunter. Unsere Lehrer waren schon etwas früher gegangen, da einige abends Unterricht hatten. In der Hoffnung, sie noch einholen zu können, haben Linda und ich dann ein paar Abkürzungen nehmen wollen. Über die Felder…man kennt das ja schon von uns. Eigentlich wollten wir nur den einen Bogen abkürzen, und dann wieder auf unseren großen Fußweg zurückkehren…aber irgendwie haben wir den Fußweg nicht wieder getroffen…und sind weiter die kleinen Pfade gegangen. Bergauf, bergab. Wir sind auch ein paar Kühen begegnet, die mitten zwischen den Bäumen am Berghang weideten. Ein paar Bauern, die auf dem Gras gesessen und sich ausgeruht haben…bei einem Grundstück sind wir auf einen etwas aggressiven Wachhund gestoßen – da haben wir lieber einen Bogen drum gemacht. Aber unseren Weg haben wir nicht wieder gefunden. Dafür haben wir irgendwann die Schule wieder sehen können, haben sogar die Schulmusik gehört, die ertönt, wenn die Schüler zum Abendessen gehen können. Und haben uns gewünscht, Flügel zu haben, oder zumindest einen Gleitschirm. Irgendwann, schon recht nah an der Schule, sind wir schließlich wieder auf den breiten Weg gestoßen und haben uns beeilt, nach Hause zu kommen. Inzwischen waren wir nämlich angerufen worden, dass jemand an der Schule auf uns wartet…wer mag das sein?

Ziemlich erschöpft sind wir schließlich angekommen, und sind fünf Minuten später schon in ein Auto gestiegen und zu einem Restaurant gefahren. Schon wieder essen…na ja, warum nicht. Ein paar „wichtige Männer“ waren dort mit unserem Schulleiter: der Besitzer einer Fabrik, welcher die Schule finanziell unterstützt, sowie jemand aus der Gemeinderegierung. Und noch weitere Freunde. Wenn wir gedacht haben, unser Tag wäre nach dem Essen endlich vorbei: weit gefehlt. Wir sind noch zu einem der Männer mit nach Hause gegangen, wo unser Schulleiter Spaß daran hatte, Karten zu spielen, und um 22.00 Uhr schließlich sind wir zur Schule zurückgekehrt – müde und glücklich über einen so ereignisreichen Tag!
Tja...was soll man zu Hongkong sagen? Eine interessante Stadt. Es ist definitiv nicht China. Jeder spricht Englisch, was für uns noch etwas ungewohnt war, da in unserem Dorf ja wirklich niemand Englisch spricht (und nicht einmal alle Englischlehrer wirklich gut sprechen und verstehen können). Und auch gibt es noch immer Linksverkehr und den Hong Kong-Dollar - der britische Einfluß ist immer noch stark zu spüren, auch nach 12 Jahren unter chinesischer Regierung. Es ist eben eine "Sonderverwaltungszone". 

besonders als Linda und ich angefangen haben, auf den Steinen im Wasserfall herumzuklettern, und natürlich auch nicht ganz trocken aus dieser Aktion herausgekommen sind. Außerdem habe ich mir dabei noch das Knie angestoßen...wir haben diesbezüglich zurzeit sowieso Pech. Denn Sonntag sind wir erneut mit zwei Schülern unterwegs gewesen, und sind auf einen Hügel/Berg geklettert, kreuz und quer über die Felder. Auf dem Weg herunter hat der Schüler einenWettlauf
